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Prince - The Album + The World Tour

 

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laut.de

"Let's groove September, Earth Wind And Fire" tönt es im Eröffnungstrack und Namensgeber des neuen Outputs von Prince. "Musicology" funkt. Und zwar ganz gewaltig. Mit der Single sowie "Illusion, Coma, Pimp & Circumstance" schickt Prince Roger Nelson zwei fette partytaugliche Stampfer ins Rennen um den Popowackler des Jahres und liegt damit in aussichtsreicher Position. Schließlich besitzt er ja ein Händchen für die musikalische Untermalung rhythmischer Sportgymnastik in der Leistengegend.
Auffallend viele rockige Elemente finden sich in Princes Material Anno 2004 wieder. Das dem Anfangsverdacht der Ballade ausgesetzte "A Million Days" entwickelt sich nach ein paar Takten zu einer relativ untypischen Midtempo-Rocknummer inklusive gniedeliger Solo-Gitarrenparts, bei denen er schön das Griffbrett rauf und runter schrubben darf. Aber was heißt bei Ex-TAFKAP schon untypisch? Einem Mann von seinem musikalischen Kaliber sollte alles zuzutrauen sein.

Der Abwechslung zuliebe donnert "Life 'o' The Party" knallige Syntiebeats über eine reduzierte Instrumentierung. Ein cooles Break zum Verschnaufen und schön akzentuierte Bläsersätze ("Horns!") peppen den Track zusätzlich auf. Zusammen mit den zwei Eröffnungsstücken bildet er die Speerspitze der tanzbaren Seite von "Musicology". Der Schmuser im Mann kommt natürlich auch nicht zu kurz. "Call My Name" seufzt als R'n'B-Ballade der angenehmen Sorte, nicht ohne die Trademarks des Falsetts auszuspielen. "Cinnamon Girl" rockt zwar etwas unspektakulär, aber dennoch nicht nervend - ein Stück Musik, geradeaus performt, Standard eben. "If Eye Was The Man In Ur Life" fragt der Zeuge Jehovas funkrockig die Dame und bittet sie sanft säuselnd "On The Couch". Die erwidert darauf "Dear Mr. Man", wenn ich das Album so in der "Reflection" betrachte, dann tue uns den Gefallen, und schmachte, rocke, soule und funke weiter so.
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spiegel.de

Neues von Prince, Josh Ritter, den Zutons, Girls on Hawaii und der Beta Band.

Prince - "Musicology"
(NPG Records/Sony Music)

Wenn der Kuchen spricht, haben die Krümel Pause: Willkommen zu einer konzentrierten Lektion in Musikalität, verabreicht durch Prince, der sich mit seinem phantastischen Konzeptalbum "The Rainbow Children" und dem Jazz-Experiment "N.E.W.S" von den Irrungen und Schwurbelungen seiner letzten Jahre im Musikbusiness kuriert zu haben scheint. Mehr als das: In Hochform gibt sich das kleine Genie auf seinem neuen Album, das ausnahmsweise von Sony vertrieben werden darf - ein großes Zugeständnis des Plattenfirmen-Hassers. Doch wer nun erwartet, es würde nach Jahren der Hitlosigkeit mal wieder zaghaft nach Kommerz geschielt, der irrt. Mit "Musicology" führt Prince in gewohnter Konsequenz seine musikalische Überlegenheit vor. Funk, Rock, Pop, Jazz und Gospel verschmelzen zu einem transparenten, perfekt produzierten, aber trotzdem erdigen Groove. Schelmisch würzt der Multiinstrumentalist neue Kompositionen mit winzigen Zitaten aus seiner eigenen Vergangenheit. Manches klingt nach "Around The World in A Day", manches erinnert an das "Black Album". Das ist kein Schwelgen in besseren Zeiten, eher schon lässig für die Fans hingeworfene Hommagen. Sogar politisch gibt sich Prince: Harsche Kritik am "god of confusion" George W. Bush äußert er in dem Gil-Scott-Heron-artigen Funkblues "Dear Mr. Man" und in der eigentlich luftigen Rocknummer "Cinnamon Girl" (die nichts mit Neil Young zu tun hat). Perfide streut er seine Bedenken auch in die schönste Ballade des Albums, "Call My Name". Nur eine einzige Geschmacklosigkeit gibt es in dieser reichhaltigen Musikmahlzeit: "A Million Days" klingt ein bisschen zu sehr nach den richtungslosen Selbstbeweihräucherungen von "Crystal Ball". Ansonsten: Niederknien und anbeten, den kleinen Prinzen, der eigentlich ein König ist. (9) Andreas Borcholte LINK

 



 
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